Phonetik (Thema 4.1): e-Laute

Erklärungen und wichtige Regeln

Übersicht

Im Deutschen gibt es drei e-Laute.

[e:] Beet

[ɛ] Btt

[ɛː] (sie) kämen

Sie unterscheiden sich (vgl. Thema 3: Lange und kurze Vokale):

  • in der Quantität (Länge) und in der Qualität (Klang), d.h. die langen Vokale werden mit großer Spannung (gespannt) und die kurzen Vokale mit wenig Spannung (ungespannt) gesprochen
lang/ gespannt kurz/ ungespannt
[e:] Beet [ɛ] Btt
  • nur in der Quantität (Länge):
lang kurz
[ɛː] (sie) kämen [ɛ] kä̩mmen
  • nur in der Qualität (Klang):
gespannt/ lang ungespannt/ lang
[e:] Beeren [ɛ] Bären

Hinzu kommt noch ein Reduktionsvokal (vgl. Lektion 6):

[ə] Blume

Laute und Buchstaben

[e:] lang/ gespannt E e lesen
Eh eh sehen
ee Beeren
[ɛ] kurz/ ungespannt E e Btt
Ä ä kämmen
[ɛː] lang/ ungespannt Ä ä (sie) kämen
Äh äh zählen

Tipps zum Sprechen der E-Laute:

  • Oft erkennen Sie an der Schrift, wie der E-Laut gesprochen werden muss (vgl. oben und Thema 3).
  • Wenn Sie die Länge oder Kürze nicht in der Schrift erkennen, schauen Sie in einem Fremdsprachenwörterbuch nach. Meistens sind kurze Vokale mit einem Punkt und lange Vokale mit einem Strich unter dem Vokal gekennzeichnet: Beet, Btt.
  • Die phonetischen Zeichen für lange Vokale enthalten einen Doppelpunkt, z.B. [e:] in Beet.
  • Besonders schwierig auszusprechen ist für viele das lange, gespannte [e:] wie in Beet.
    • Es klingt fast wie ein [i:], aber man darf es auch nicht damit verwechseln:

wir - wer

lieben - leben

    • Lächeln Sie breit und rufen Sie freundlich „He!“ - dann klingt es richtig.
    • Benutzen Sie auch Gesten.

Erstellt von Kerstin Reinke, Herder-Institut (Universität Leipzig)

Zuletzt geändert: Dienstag, 13. Mai 2014, 09:30