Grammatik: Modalverben

Modalverben bezeichnen das Verhältnis, in dem das Subjekt des Satzes zu der im Vollverb ausgedrückten Handlung steht.

Bedeutung der Modalverben und ihrer grammatischen Verneinung:

  • Dürfen: Erlaubnis (Hier dürfen Sie rauchen.)
  • Nicht dürfen: Verbot (Hier dürfen Sie nicht rauchen.)
  • Können: Fähigkeit / Möglichkeit (Der kleine Junge kann schon laufen. / Ich kann dir helfen, weil ich gerade Zeit habe.)
  • Nicht können: Unfähigkeit / Unmöglichkeit (Der kleine Junge kann noch nicht laufen. / Ich kann dir nicht helfen, weil ich keine Zeit habe.)
  • Müssen: selbstbestimmte, innere Notwendigkeit (Ich muss heute Abend lernen, wenn ich übermorgen die Prüfung bestehen will.)
  • Nicht müssen: fehlende Notwendigkeit (Ich muss heute Abend nicht lernen, weil ich schon die letzten Tage viel gelernt habe.)
  • Sollen: fremdbestimmte, von außen kommende Notwendigkeit (Der Professor hat gesagt, wir sollen die Formeln auswendig lernen.)
  • Nicht sollen: Verbot (Du sollst doch nicht immer so lange fernsehen!)
  • Wollen/ Möchten: Wunsch (Ich will / möchte so gern mit Ihnen ins Kino gehen!)
  • Nicht wollen / Nicht möchten: fehlender Wunsch (Ich will nicht / möchte nicht mit Ihnen ins Kino gehen. Sie sind mir zu unhöflich.)



Die Bedeutungen von müssen und sollen liegen nahe beieinander, sodass manchmal beide Wörter passen.
Müssen drückt jedoch einen zwingenderen Grad einer Notwendigkeit aus. Ähnlich verhält es sich mit wollen und möchten. Hier bezeichnet wollen den dringenderen Wunsch. Nicht dürfen und nicht sollen kennzeichnen beide ein Verbot, wobei nicht dürfen strenger, dringender wirkt.

KONJUGATION der Modalverben im PRÄSENS:

dürfen
können
müssen
sollen
wollen
möchten
ich darf kann muss soll will möchte
du darfst
kannst
musst
sollst willst möchtest
er, sie, es
darf kann muss
soll
will möchte
wir dürfen
können
müssen
sollen
wollen
möchten
ihr dürft
könnt
müsst
sollt
wollt
möchtet
sie, Sie dürfen
können
müssen
sollen
wollen
möchten

Zuletzt geändert: Dienstag, 13. Mai 2014, 10:27