Тематический план

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    Junior-Ingenieur-Akademie

    Ein Modellprojekt für die gymnasiale Mittelstufe zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses.

    • Die Junior-Ingenieur-Akademie

      Ein naturwissenschaftliches Profil der besonderen Art

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      Die Junior-Ingenieur-Akademie, von uns Teilnehmern kurz JIA genannt, gab uns 16 Jugendlichen die Chance auf ein Profil der besonderen Art. Für vier Semester, also zwei Schuljahre, erhielten je fünf bzw. sechs Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, des Gymnasiums Neue Nikolaischule und des Immanuel-Kant-Gymnasiums die Gelegenheit, nicht nur an der Hochschule unterrichtet zu werden, sondern auch an zahlreichen Exkursionen teilzu-nehmen und praktische Erfahrungen zu sammeln, die der normale Schulalltag niemals bieten könnte.
      Mit Beginn der 9. Klasse starteten wir 2012 als allererster Durchgang Sachsens in das außergewöhnliche Projekt,  das den Profilunterricht am Gymnasium ersetzt. Diese vier Semester liegen nun hinter uns und wir möchten rückblickend schildern, wie es uns mit der JIA ergangen ist, um natur- und technikbegeisterten Schülern und allen anderen Interessierten einen Einblick in das Projekt zu geben.

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      Das Thema des ersten Semesters lautete Kfz-Technik und nachdem wir unser Grundwissen im Heisenberggymnasium noch einmal aufgefrischt hatten, war ein ganz besonderer Lernort die VDI-GaraGe. Egal ob Mädchen oder Junge, uns alle begeisterte es, in einem leibhaftigen Porsche sitzen und seine Bestandteile unter die Lupe nehmen zu können. Natürlich gab es manch knifflige Situation, z.B. als wir den zuvor auseinandergenommen Motor selbstständig wieder zusammensetzen sollten.

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      In den Räumen der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) erweiterten wir im Laufe des Semesters auch unser Wissen über das Messen von Schaltungen und die Fertigung von Leiterplatten. Nach einigen Lötübungen machten wir uns daran, selbst eine Schaltung zusammen zu löten und letztendlich hielt jeder von uns seine mehr oder weniger funktionstüchtige Lampe in den Händen.

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      Das zweite Semester gestaltete sich sehr vielfältig rund um das Thema Telekommunikation. Im Kantgymnasium waren wir den physikalischen Grundlagen der Nachrichtenübertragung auf der Spur, auf einer Exkursion in das Fernmeldemuseum Dresden wurde uns das historische Hintergrundwissen vermittelt. Als Highlight in der HfTL durchtrennten wir modernste Kabel, um seine Strukturen freizulegen und seine Funktionsweise zu verstehen. Auf mehreren Exkursionen erhielten wir unter anderem einen Einblick in das Rechenzentrum der Telekom im Leipziger Stadtzentrum oder erklommen den Holzhausener Funkturm am Rand der Stadt Leipzig. Neben dem atemberaubenden Ausblick auf unsere Heimatstadt wurde uns dort vor allem die Aufgabe von Großantennenanlagen näher gebracht.

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      Im dritten Semester ging es um Netzwerke und Nachrichtentechnik. Fundament dafür bildeten die Stunden im Neuen Nikolaigymnasium über Kommunikation und Algorithmierung, sowie Vorlesungen an der HfTL zu Rechnerarchitekturen und Betriebssystemen. Anschließend konnten wir ebenfalls an der HfTL erste Programmierungen am Minicomputer Raspberry Pi durchführen. Der absolute Höhepunkt war der Besuch der T- Sytems Laboratories in Berlin. Dort wurden uns neue, teilweise noch in der Testphase befindliche, Entwicklungen vorgestellt. So demonstrierte man uns unter anderem, wie man in naher Zukunft Handys durch einfachste Gesten, ohne sie zu berühren, steuern können wird.

      Im vierten und letzten Semester beschäftigten wir uns im Neuen Nikolaigymnasium zunächst mit Bionik, einem Thema, welches bis jetzt in unserem Schulunterricht noch keine Rolle spielte. Unser neues Wissen wendeten wir schließlich in einem kleinen Wettbewerb um den Bau einer Papierbrücke an, welche ein Kilogramm Gewicht tragen können musste, wobei der Materialaufwand möglichst gering sein sollte. Verschiedenste Vorbilder aus der Natur fanden bei unseren Bauwerken Anwendung, so zum Beispiel das Prinzip von Bienenwaben. Am Ende schafften es fast alle unserer Papierbrücken dem Gewicht standzuhalten.

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      In diesem Semester beschäftigten wir uns auch ausführlich mit dem Thema Programmierung. Für uns alle sehr interessant war die praktische Anwendung unserer Kenntnisse auf einen Asuro-Roboter, wobei wir merkten, wie greifbar unser theoretisches Wissen letztendlich doch sein kann. So waren wir alle in der Lage, die unterschiedlichsten Befehle zu programmieren. Als Ergebnis folgten unsere Roboter z.B. dem Verlauf einer schwarzen Linie und konnten per Fernsteuerung bedient werden. Wir veranstalteten auch einen kleinen Wettbewerb wessen Roboter eine Strecke am schnellsten zurücklegt.

      Die Junior-Ingenieur-Akademie stellte sich als ein durchaus interessantes und lehrreiches Erlebnis heraus. Vor allem für besonders Technikfaszinierte ist die Teilnahme daher sehr empfehlenswert.

      Als erste sächsische „Junior-Ingenieure“ möchten wir uns für diese Erfahrung bei der Deutschen Telekomstiftung und der Hochschule für Telekommunikation Leipzig bedanken.